Bláa Lónið (Blaue Lagune)
23. Juli 2009
Sachen packen, Haus aufräumen und säubern. Noch einmal versuchen, endlich das Pfeifen des Regenbrachvogels aufzunehmen. Es ist unser letzter Tag in Island in diesem Urlaub, am Nachmittag geht unsere Maschine nach Berlin. Wir beschließen, diesen Tag für etwas zu nutzen, von dem alle Reiseführer meinen, dass es unbedingt zu einem Islandurlaub gehören würde. Bláa Lónið, die Blaue Lagune ist zum Markenzeichen für das kühle Land im Norden geworden. (weiterlesen…)
Seltún, Krýsuvík und Strokkur
22. Juli 2009
Der letzte volle Tag in diesem Land voller Wunder. Am meisten interessieren uns bei unserem ersten Aufenthalt die geothermischen Phänomene. Ihnen soll auch der letzte Tag gehören. Wir fahren entlang der Küste der Halbinsel Reykjanesskagi, nach Seltún bei Krýsuvík. Krýsuvík liegt zwischen den Städtchen Grindavík und Hafnarfjörður. Noch einmal wollen wir das leise köchelnde Wasser, den blubbernden Schlamm und die zischenden Solfatare, die weißen Dampfwolken mit ihrem unvergleichlichen Gestank erleben. Zuvor aber machen wir auf einer kleinen Wiese mit Meerblick Rast. (weiterlesen…)
Im heißen Bach bei Hveragerði
21. Juli 2009
Noch müde erheben wir uns aus dem Bett, frühstücken ausgiebig und beginnen auch sonst den Tag langsam. Ausruhen, Erholen, Entspannen steht auf dem Programm für heute. Gegen Mittag machen wir uns noch einmal auf in das schöne Tal bei Hveragerði, das Tal mit dem heißen Bach, das wir kürzlich wegen des Gewitters so plötzlich verlassen mussten. Wieder gehen wir an den beiden Erdlöchern mit kochendem Wasser und zischend entweichendem Dampf vorbei. Wieder blicken wir auf die Berge, auf denen aus allen Poren Dampf dringt. Wir waten durch den lauwarmen Gebirgsbach. Filmen noch einmal den Dampfkessel, in dem der Modder spritzend aufkocht. Ganz in seiner Nähe haben es sich heute ein paar Schafe gemütlich gemacht. Offenbar haben sie das Warnschild „hætta“ (deutsch: Gefahr) nicht gelesen oder ignoriert. Am Badebach beenden wir diesmal unsere Wanderung – und baden ausgiebig. (weiterlesen…)
Vík í Mýrdal, Jökulsárlón und Skógafoss – Teil 2
20. Juli 2010, Fortsetzung von Teil 1.
Dann Jökulsárlón, die Gletscherflusslagune. Trotz der anderen Touristen ein Schauspiel für sich. Leider hat sich die Sonne wieder im Dunst der Wolken versteckt, so dass die Szenerie nicht mehr so strahlend wirkt wie die zuvor. Dafür sind hier die Eisberge zahlreicher und größer. Man kann sogar mit einer Kreuzung aus Auto und Schiff eine Fahrt zwischen den Eisbergen unternehmen. Besonders vielfältig ist hier die Vogelwelt. In einer Ecke kuscheln sich die Entenkücken eng aneinander, um in der kühlen, 11 Grad kalten Luft ein wenig Wärme zu finden. Die etwas älteren Entchen tauchen um die Wette. Schlanke Möwen tauchen ins Wasser und mit kleinen Fischen im Schnabel wieder auf. Große Raubmöwen verursachen immer wieder lautes Gezeter unter den anderen Vögeln. Die Eisbrocken sind auch hier weiß und blau, schwarz und marmoriert. Manchmal reiben sie aneinander. Dann fallen größere Brocken spritzend ins erstaunlich klare Wasser. Über einen kleinen Kanal treiben die Eisbrocken ins Meer, nur um gleich darauf von den hohen Wellen an den benachbarten Strand geworfen zu werden. Wir sehen diesem Schauspiel lange zu. (weiterlesen…)
Vík í Mýrdal, Jökulsárlón und Skógafoss – Teil 1
20. Juli 2009
Island muss man entweder erwandern oder mit dem Rad erfahren und so alle Eindrücke intensiv aufnehmen und verarbeiten, oder man ist mit dem Auto unterwegs und kann in derselben Zeit mehr erleben. Das heißt aber auch weite Touren. Wir versuchen immer eine Mischung hinzubekommen. Heute aber steht die weite Tour an. Die Insel ist die Kombination aus Feuer und Eis. Eis aber haben wir bisher nur aus der Ferne gesehen. Deshalb fahren wir jetzt zu Islands berühmtesten Eissee, den Jökulsárlón. Auf dem Weg liegen noch wenigstens zwei weitere grandiose Sehenswürdigkeiten. Der südlichste Zipfel Islands bei Vík í Mýrdal und der gleicheremaßen beeindruckende und schöne Wasserfall Skógafoss. Hin und zurück sind es fast 800 km. Mit allen Fotostopps und zwei längeren Aufenthalten kommen für uns sechzehn Stunden zusammen. Aber wer weiß, wann man wieder herkommt … (weiterlesen…)
Walsafari und Reykjavík
19. Juli 2009
Ausruhtag. Wir fahren nach Reykjavík, das von uns etwa 100 km entfernt ist. Die Stadt mit fast 120.000 Einwohnern verfügt über ein Straßensystem, über das keine deutsche Stadt vergleichbarer Größe verfügen dürfte, vom Zustand der Straßen ganz zu schweigen. Die Straßen sind breit und weitläufig, falls erforderlich zweispurig und beleuchtet. Wo immer es angebracht war hat man auf Kreuzungen verzichtet und Kreisverkehre sowie Ab- und Auffahrten und Brücken errichtet. Der Clou ist: Einige Straßen und Gehwege sollen im Winter sogar beheizt werden, um Glatteis vorzubeugen. Ja, wer in einem geothermischem Gebiet lebt … (weiterlesen…)
Tageswanderung bei Hveragerði
18. Juli 2009
Heute machen wir uns nach den vielen Autofahrten endlich zu einer etwas größeren Wanderung auf. Es wird eine der eindrucksvollsten, wenn nicht sogar die eindruckvollste, die wir je gemacht haben. Drei und eine halbe Stunde sollten es laut Reiseführer sein, bei uns werden es trotz eines hektischen Rückmarschs fast sechs Stunden.
Früh schmeißt uns wie so oft der Große Brachvogel mit seinem Geflöte aus den Federn. Dem lustigen Vogel mit dem langen, krummen Schnabel kann man jedoch nicht böse sein. Alle Zeit trällert und pfeift und flötet er sich eins. Wenn er irgendwo steht oder sitzt, wenn er läuft und selbst wenn er fliegt. Dabei beherrscht er eine erstaunliche Palette lustiger Töne. Er klingt, als ob er seinen Schabernack mit uns treiben will. Das macht er auch. Immerzu hüpft und flattert er vor oder neben einem herum – bis man ihn fotografieren, filmen oder seinen Gesang aufnehmen will. (weiterlesen…)
Haukadalur, Strokkur, Großer Geysir und Þingvellir
17. Juli 2009
Nach den Anstrengungen der letzten Tage haben wir uns heute mit dem Aufstehen etwas Zeit gelassen. Außerdem waren unsere Vorräte erschöpft, so dass wir in den nur 10 Fahrminuten entfernten Laugarvatn in der Gemeinde Bláskógabyggð fahren mussten, um einzukaufen. In dem zugehörigen See kann man baden. Je nach dem wie warm oder kalt man es mag, sucht man sich die Badestelle aus. Dicht am thermischen Gebiet ist es ziemlich warm, fast heiß, einige wenige hundert Meter weiter, ist die Temperatur wie ein kühler Waldsee im brandenburgischen Sommer.
Nach dem Einkauf habe wir uns bei prächtigem Wetter ganz INHNEN gewidmet, den Geysiren und kochenden Seen in ihrer Nähe. (weiterlesen…)
Kjölur, Gullfoss und Strokkur
16. Juli 2009
Der Wecker klingelt zur selben Zeit wie gestern, um 5:45 Uhr. Wir müssen aufbrechen in unser Ferienhaus in Südisland. In einer dichten Suppe, die jeden Londoner vor Neid erblassen lassen würde, verabschieden wir uns von Húsavík. Eine halbe Stunde später tanzen die ersten Sonnenflecken auf den Bergen vor uns. Mit jedem Kilometer wird das Wetter freundlicher. Wir nähern uns dem 160 km langem Kjölur, einem der beiden großen Hochlandwege in Island. (weiterlesen…)
Ódáðahraun, Herðubreið, Askja und Víti
15. Juli 2009
Über den Mond zur Hölle und zurück – so könnte man unseren heutigen Tag überschreiben.
Wir stellen uns den Wecker auf 5:45 Uhr. Wir brechen auf zu unserer ersten Fahrt ins Hochland. Es nieselt leicht. Ein Regenbogen wünscht uns Glück. Wir fahren dorthin, wo tatsächlich die NASA-Astronauten für die Mondlandung trainierten, nach Askja. Als wir die Ringstraße verlassen, wissen wir warum. (weiterlesen…)
Walsafari bei Húsavík
14. Juli 2009
Heute ist super Wetter – um im Bett zu bleiben und zu kuscheln. Ich mache mich fertig für die Walbeobachtung auf See. Die Bucht vor unserer Hütte ist in den Wolken verschwunden, die Berge gleich mit. Leichte Nieselschauer treiben über das Land. Das Thermometer zeigt 7 Grad. Ich ziehe außer der Unterwäsche und den normalen Wandersachen ein wärmendes Flies, eine Regenhose und ein zweites Paar Strümpfe an. Darüber kommen ein Softshell gegen den Wind und eine Regenjacke. Dazu Mütze und Handschuhe. In Húsavík, auf dem kleinen Boot geben sie uns einen gefütterten Overall und eine weitere Jacke gegen den Regen. Drei Stunden später habe ich eisige Hände, Eisklumpen als Füße und langsam kriecht eine zittrige Kälte unter die Unterwäsche. (weiterlesen…)
Leirhnjúkur (Krafla) und Goðafoss
13. Juli 2009
Heute Morgen regnet es. Die Berge auf der anderen Seite des Fjordes reichen jetzt bis in die Wolken. Wir buchen die Walsafari für morgen und machen uns auf zum Vulkan Krafla, genauer, zu dem geothermischen Gebiet in seiner Nähe, Leirhnjúkur. Leirhnjúkur ist Teil der Caldera der Krafla und die abgefahrendste Landschaft, die ich in meinem Leben bisher gesehen habe. (weiterlesen…)
Námaskarð, Hverfjall, Myvatn
12. Juli 2009
Unser Ziel ist heute die Gegend um den berühmen Myvatn, den Mückensee. Vor allem reizt uns Námaskarð, eines der bekanntesten Geothermalgebiete Islands. Vielleicht schaffen wir es ja auch noch auf den Hverfjall, einen eindrucksvollen Krater eines (hoffentlich) erloschenen Vulkans. Dorthin fahren wir zunächst wieder durch eine Landschaft, braun und grau und fahl wie Asche. Manchmal, manchmal bringen lilablaue Lupinenfelder Farbe in die Landschaft. Am Myvatn wenden wir uns zunächst nach Osten und erreichen Námaskarð. (weiterlesen…)
Hafragilsfoss, Dettifoss, Selfoss
11. Juli 2009
Früh kommen wir schwer aus den Betten. Wir fahren nach Husavik, im Hafen spiegeln sich die Fischerboote auf der stillen See, im Hintergrund leuchten die Schneeflecken der Berge. Wir erkundigen uns nach den Walsafaris und erledigen den Wochenendeinkauf. Es ist fast Mittag, als wir endlich losfahren zum wasserreichsten Wasserfall Europas, zum Dettifoss. (weiterlesen…)



























