Bushwalk rund um die Greenfire Game Lodge

29. September 2018

Gestern waren wir motorisiert auf Safari. Heute ist unser letzter Tag in der Greenfire Game Lodge. Er beginnt mit etwas Besonderem, mit einem Bushwalk, einer Wanderung durch das Reich der Big Five. Wir erfahren von Moses, unserem Begleiter der letzten Tage, und von John, ein Engländer, der hier arbeitet, sehr viel über die Gegebenheiten in der Savanne. John ist zu unserer Sicherheit mit einem Gewehr und Patronen unterwegs.

Zusammenspiel in der Natur

Wir sehen die Spuren von Nashörnern an den Bäumen. Sie wetzen an diesen ihr Horn und zerquetschen an ihnen ihre Parasiten. Sie nutzen die umgekippte Bäume zur Reinigung und zu Pflege.

Bushwalk, Greenfire Game Lodge, Balule Nature Reserve
Wetzspuren

Bushwalk, Greenfire Game Lodge, Balule Nature ReserveDie Bäume werden häufig von Elefanten umgekippt. Man kann das als Zerstörung der Savanne sehen. Deshalb werden an einzelne Bäume auch Dosen mit Duftstoffen angebracht, die für die großen grauen Tiere unangenehm sind. Aber man kann das Umkippen der Bäume auch als Schaffung von Lebensräumen für andere Tiere verstehen. Außerdem schaffen die Elefanten auf diese Weise für uns Sicht.

Bushwalk, Greenfire Game Lodge, Balule Nature ReserveVon den Elefanten zeigen uns unsere beiden Rangern auch sonst viel. In dem scheinbar ausgetrockneten Flussbett graben sie im Sand. Elefanten können Wasser aufspüren. Sie graben so lange, bis sie auf Wasser stoßen. Das ist zunächst schmutzig, aber die Elefanten graben weiter, saugen das schmutzige Wasser auf und spucken es wieder aus, wieder und wieder, bis sie klares Wasser für sich und für andere Tiere haben. Wir können mehrere dieser dieser übriggebliebenen, schon wieder trockenen Kühlen im Sand sehen. Elefanten verdauen nicht gut, so dass sie viele Pflanzenfasern wieder ausscheiden. Damit lässt sich Feuer machen. In einem Fladen kann man auch gut Feuer transportieren. In den aufgebrochenen Dung einfach ein paar glühende Holzstücke hinein tun und wieder zumachen.

Was man so aus Dung alles machen kann

Bushwalk, Greenfire Game Lodge, Balule Nature ReserveDer Dung der Tiere ist sowieso ein großes Thema auf unserer Tour. Aus dem Dung der Büffel lässt sich ein guter Fußboden herstellen. Mit den Murmelgroßen Knödeln der Giraffe machen unsere beiden Ranger Weitspucken.

Wenn der Mensch die Natur zu nutzen versteht

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Flechtarbeit
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“Toilettenpapier” der Savanne

Gleich am Anfang unserer Tour zeigen beide uns einen Baum, dessen Rinde wie Elefantenhaut aussieht. Aus dessen Holz kann man viel anfertigen, von Baumaterial angefangen bis zu Werkzeugen. Aus den Zweigen eines Strauches lassen sich hervorragende Zahnbürsten herstellen. Schließlich kann man in der Savanne nicht einfach in den Supermark einkaufen gehen. Ein dornenreicher Strauch, dessen Dornen in zwei Richtungen zeigen, wir als Schutz für die beerdigten Vorfahren verwendet. Ein weiterer Strauch ist hochgiftig. Wer sein Holz nutzt um Feuer zu machen, und mit dem Saft an den Händen an die Augen kommt, kann zeitweilig erblinden und andere ernste Beschwerden innen wie außen erleiden. Schließlich gibt es noch einen Strauch dessen Blätter beim Zusammendrücken wie das Beißen in einen Apfel klingen.

Eule mit Liedschatten

Hoch oben auf einem Baum entdeckt John eine Eule mit Liedschatten in ihrem Nest. Sie schaut uns genauso aufmerksam an wie wir sie. Immer wieder kreist mal ein Adler über uns. Die schönen bunten Vögel von gestern bekommen wir allerdings nicht zu Gesicht.

Abschied von der Greenfire Game Lodge

Dafür können wir zahlreiche Spuren entdecken, von Pavianen, die wir kurz vorher noch gesehen hatten, von Elefanten, Vögeln im Passgang und vom Löwen. Es ist ein kurzweiliger Trip, der fast genauso spannend ist wie die eigentliche Savari und auf jeden Fall eine gute Ergänzung. Für uns ist er außerdem der Abschluss unseres Aufenthaltes in der Greenfire Lodge. Nach einen “französischen Toast” mit Tostbrot, Gebratenem Schinkenspeck und gebratenen Bananen werden wir zurück zu unseren Autos gebracht und fahren dann die fünfzehn Kilometer bis zum Gate zurück.

Zum Marloth Park

Von da aus fahren wir durch sehr vielfältige Landschaften und langgestreckte Orte an den Süden des Kruger. Leider gibt es hier am Abend keine Safari wie wir es uns erhofft hatten. Die Anfahrt in den Kruger ist wohl zu lang. So spazieren wie zu einem Aussichtspunkt, von dem man über den Crocodile River in den Kruger blicken kann. Eine schöne Aussicht, die uns mit zahlreichen Tieren belohnt, auch wenn diese nur weit entfernt sichtbar werden. Wir sehen vier Giraffen, drei Büffel, eine Herde Elefanten, die zum Fluss stürmt, einen einzelnen Elefanten, Wasserböcke und Impalas sowie eine Maus, Kakadus, Wachteln, weiße Vögel an den Wasserböcken.

Giraffe auf unserem Weg
Giraffe auf unserem Weg

Auf dem Rückweg gibt es noch eine Überraschung für uns. Keine zwanzig Meter steht eine Giraffe auf dem Weg vor uns und zupft Blätter. Mit großen Augen schaut sie uns in der Fortschreitenden Dämmerung an. Offenbar ahnt sie, dass wir nicht wissen, wie wir uns vorbehalten sollen, denn sie schreitet ein paar Schritte in den Busch und lässt uns vorbei. Das Alls etwa zweihundert Mete von unserer Lodge entfernt.

Der Abend ist weniger schön. Wir sitzen zum Abendessen bei einer lärmenden Gruppe deutscher Touristen.

Unterwegs sehen wir einmal gleichzeitig sieben Buschbrände gleichzeitig.

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