Safari im Kruger-Nationalpark

30. September 2018

Um 4:15 Uhr klingelt der Wecker in der , in der wir gestern vangekommen waren. Um 5 Uhr geht es los, damit wir um 6 Uhr als eine der ersten in den Kruger können. Am Crocodile Bridge Gate sind wir “nur” die Dritten, auch wenn wir an allen privaten Besuchern vorbei fahren dürfen. Aber am Ende dürfen wir als erste durch die Abfertigung fahren. James, unsere Guide, scheint auch sonst auf Geschwindigkeit wert zu legen. Doch er schafft es, uns viele Tiere zu zeigen, fast haben wir den Eindruck, er kennt sie mit Namen. Allerdings haben wir gleichzeitig oft den Eindruck, dass er die Tour mehr für sich macht als für uns. Das war bei Moses anders. Ihm fehlt auch die Ruhe, bei Tieren zu verweilen, und dass Verständnis, dass für uns und die Australier, mit denen wir in einem Auto sitzen, auch Zebras, Impalas und Giraffen besondere Tiere sind. Aber, das können wir ihm zugestehen, diese Arten gibt es hier wie Sand am Meer.

Schlammloch mit Fischen
Schlammloch mit Fischen

Elefanten

Auf jeden Fall gehen unsere beiden ganz persönlichen Wünsche in Erfüllung. Wir wollten endlich Elefanten sehen, und das möglichst aus der Nähe. Und wir hofften, Leoparden zu sehen. Elefanten können wir an diesem Tag einzeln und in Gruppen, in der Ferne und fast neben uns betrachten. Einmal sehen wir sogar ein Elefantenbaby bei seiner Mutter trinken. Wir sehen auch, wenn auch nur aus der Ferne, eine Gruppe von Elefanten nebeneinander aus dem Savie River trinken.

Leoparden

Der Leopard wurde zum ganz besonderen Erlebnis dieser Tour. Zum Glück blieb unser sonst so schneller Guide hier hartnäckig dran. Gleich am Anfang unserer Tour stießen wir auf ein Leopardenweibchen, das gemütlich durch den Busch streifte, vor uns die Straßenseite wechselte, und sich auch mal hinlegte. Von den Menschen in den Autos neben ihr schien sie weitgehend unbeeindruckt.

Später sahen wir einen aufgerissenen Impala in einem Baum hängen. Der war so ideal drapiert, dass wir den Verdacht haben, dass es nicht der Leopard war, sondern ein Menschen, der ihn dort hingehängt hat.

Später treffen wir unseren ersten Leoparden auf einem Baum schlafend wieder. Jedenfalls sagt unser Guide, dass es derselbe wäre. Der Leopard lässt sich beim Schlafen nicht durch die unter seinem Baum stehenden Autor beeindrucken. Er dreht höchstens mal den Kopf auf die andere Seite. Wir Touristen schauen ihm fasziniert beim Schlafen zu.

Paviane

Paviane sind hier fast ständige Begleiter. Immer wieder begegnen wir ihnen, meist in größeren Gruppen. Die Weibchen signalisieren mit leuchtendem Hintern ihre Bereitschaft zur Paarung. Tatsächlich können wir ein Paar beim Kopulieren beobachten, dass gleich danach wieder getrennte Wege geht.

Friedlich nebeneinander am Sabie River

Ein anderes besonderes Erlebnis ist der Sabie River an der Brücke in der Nähe des Camps Lower Sabie. Dort können wir dicht und friedlich nebeneinander Elefanten, Hippos, Impalas, verschiedene Vögel, Büffel, Kudus, Paviane und ein Krokodil beobachten.

Ein anderes Erlebbnis ist eine Gruppe von Geiern, die um ein Stück Aas sitzen. Einmal treffen wir auf zwei Hipposs, die nebeneinander gekuschelt liegend.

Abschied vom Kruger-Nationalpark

Unangenehm finden wir, dass wir schon um 15 Uhr wieder in der Lodge sind. Da hatten wir mit mehr Zeit im Park gerechnet, zumal uns noch die Löwen zu den Big Five fehlen.

Abend gehen wir wieder zum Aussichtspunkt über den Crokodile River, wo wir unsere Schweitzer Bekannten vom Vortag wieder treffen. Sie bieten uns an, in ihrem privaten Häuschen im Merlot Park zu übernachten. Am Abend gibt es Kudusteak.

Am Abreisetag geben wir Trinkgeld, obwohl wir es als unangenehm empfinden, dass alles wie üblich auf Englisch läuft und auch alle Formulare englisch sind – bis auf das mit der Bitte um Trnkgeld, dass es auch auf deutsch gibt. Aber der Service war in Ordnung, wenn auch nicht “außergewöhnlich”, wie es im Formular steht. Morgen fliegen wir nach Kapstadt.

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