Höhenakklimatisierung auf 2600 m in Bogotá

Bogotá Bogota
Bogotá

Nach erstaunlich angenehmen 11 Stunden Flug nach Bogotá setzte ich zum ersten Mal in meinem bescheidenen Dasein meinen Fuß auf südamerikanischen Boden, auf kolumbianischen Boden, und noch präziser auf bogotianischen Boden. Und, wie immer, so war es auch diesmal: Obwohl ich typisch Touri mit Travelguide ausgestattet war, habe ich während der vergangen Wochen genau 1,5 Seiten darin gelesen und diese auch nur last minute vor der Landung. Dennoch beinhaltete diese jedoch, wie sich später vielfach bestätigen sollte, die lebensrettende Notiz “Toilettenpapier niemals in die Toilette werfen, sondern in den Eimer daneben”! Doch bevor es zu den ersten Eindrücken von Kolumbien und Bogotá geht noch ein kleiner Hinweis zur individuellen Ausgestaltung bei Langstreckenflügen: Egal, ob Vegi, Vegan, Lactoseintoleranz oder nichts von alledem, eines kann ich wärmstens empfehlen: einfach Spezialmenü ordern bei der Ticketbuchung – Essen ist frischer, schmeckt besser und man bekommt es als Erste. :-)

In Bogotá

Nun aber zu meinen ersten drei Tagen von drei Wochen Gesamtaufenthalt, die ich in Bogotá verbrachte und die in erster Linie dazu dienen sollten, mich Mitteleuropäer, der schon von Höhenangst und Schwindelanfällen geplagt ist, wenn er auf den Berliner Fernsehturm steigt, an die Basishöhe von 2600 m.ü.M. zu gewöhnen. Der niedrigsten Höhenlage der kommenden Wochen, der Basisstation sozusagen. Aber eigentlich war das alles kein Problem, und die eigentliche Herausforderung bestand darin, dem doch “etwas anderen” Alltag der Kolumbianer zu folgen. Doch trotz aller Kontraste konnte ich die ersten Tage schon mal richtig genießen und reichlich Eindrücke von Land und Leuten sammeln, nicht zuletzt dank meiner hervorragenden einheimischen Gastgeber. Und ja, das Leben läuft dort um einiges anders. Zu meiner Erleichterung sind die meisten Bogotianer zu dieser Zeit aus der Stadt geflüchtet, um ihre Urlaubstage an den kolumbianischen Stränden zu verbringen, was mir diese mit ihren 307,36 km2 Fläche und 6 778 691 Mio Einwohnern doch recht große und lebhafte Stadt ein wenig angenehmer und weniger beängstigend machte. Aber eigentlich kann ich wirklich gar nichts Schlechtes berichten. Trotz aller Bedenken bezüglich der hohen Kriminalitätsrate empfand ich Bogotá genau wie andere Gegenden des Restricts Boyacá als weitaus sicherer, als ich mich in so manch’ europäischer Stadt fühlte. Natürlich liegt das an dem schon fast absurd hohem Uniformaufgebot, der individuellen Security Bewachung eines jeden Wohnblocks, an dem umfassenden Verhaltenskodexes, den man besser befolgen sollte. Natürlich weist all dies auf die scheinbare Notwenigkeit hin. Und dennoch wurde mir auch mehrfach von Einwohnern bestätigt, dass, wenn man gewisse Regeln befolgt oder Orte und Handlungen vermeidet, jede Angst unberechtigt und einer ganz normalen Großstadt an x-beliegem anderen Ort in der Welt gleichzusetzen ist.

Genug des Gequassels. Mein erster Ausflug führte mich mit dem Rad in den Parque Simón Bolívar, welcher der größte Park der Stadt ist und vielfältig von den Bürgern zur Naherholung genutzt wird. Auch wir genossen hier die Sonne und ich meine ersten richtigen südamerikanischen Früchte, wo ich sogleich feierlich beschloss, Papaya zum Hauptnahrungsmittel der kommenden Wochen zu erklären. Ich wusste ja da noch nicht, was ich zu späterer Zeit noch alles Exotisches probieren würde …

Montserrate und Stadtrundfahrt mit dem Fahrrad

Am nächsten Tag sind wir dann die endlosen Stufen auf den Hausberg Montserrate (3152 Meter) gestiegen, und ich konnte mir so einen Endruck von den tatsächlichen Ausmaßen dieser Stadt machen. Tatsächlich besichtigt habe ich jedoch nur den zentralen historischen Altastadtkern “La Candelaria” und die nobleren Wohn-und Geschäftsviertel gen Norden. Den Süden der Stadt meidet man besser, da sich in dieser Richtung die Stadt in ihrer Armut und Kriminalität erstreckt. Zu guter Letzt rundete dann eine sonntägliche Fahrradrundfahrt auf den über 120 km Straße, die im Namen des Festes “Ciclovía” jeden Sonntag für den motorisierten Verkehr gesperrt werden, meine Bogotáerkungung ab.

La Candelaria in Bogota
La Candelaria
La Candelaria
La Candelaria
Plaza Bolívar
Plaza Bolívar
Plaza Bolívar
Plaza Bolívar
La Candelaria
La Candelaria
La Candelaria
La Candelaria
La Candelaria
La Candelaria
La Candelaria
La Candelaria
La Candelaria
La Candelaria
La Candelaria
La Candelaria
La Candelaria
La Candelaria
La Candelaria
La Candelaria
La Candelaria
La Candelaria
Montserrate
Montserrate
Montserrate
Montserrate
Montserrate
Montserrate
Montserrate
Montserrate
gen Süden
gen Süden
gen Norden
gen Norden
Parque Bolivar
Parque Bolivar
Parque Bolivar
Parque Bolivar

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